Rückenschmerzen durch falsche Sitzhaltung

Rückenschmerzen beim Sitzen Ursachen

Rückenschmerzen beim Sitzen können selbstverständlich die verschiedensten Ursachen haben. Bei lang anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie stets Ihren Arzt oder einen Orthopäden besuchen.

Rückenbeschwerden haben oftmals auch harmlose Ursachen, die in keinerlei Verbindung mit der Wirbelsäule oder den Bandscheiben stehen. Überlastungen und Fehlhaltungen führen zu Verspannungen in der Rückenmuskulatur: Die Muskeln verkrampfen sich, was zu Rückenschmerzen führt – und das oft im Nacken- oder Schulterbereich. Aber selbst der untere Rückenbereich kann von Schmerzen durch Muskelverkrampfungen betroffen sein, vor allem, wenn sich die Verspannungen im Nacken und Schultern nach unten ausdehnen und dort Rückenschmerzen auslösen.

Die Wirbelsäule hat zudem einem natürlichen Verschleißprozess, der mit zunehmendem Alter zu Rückenbeschwerden führen kann. Wir sind dagegen machtlos – doch durch unsere Haltung beim Gehen, Liegen und Sitzen können wir die Schmerzen durch Muskelverspannungen selbst beeinflussen.

Sitzen Sie in klassischer Schildkrötenhaltung? Dann sitzen Sie falsch!

Verspannungen der Rückenmuskulatur sind meistens die Folge einer falschen Position beim Sitzen. In unserem Alltag sitzen wir viel: vor dem PC, im Büro, vor dem Fernseher, beim Autofahren etc. Es ist daher wichtig, dass Sie sich bewusst sind, wie Sie sitzen. Viele sitzen in einer klassischen Schildkrötenhaltung: Dies ist eine Haltung, die Menschen häufig einnehmen, wenn sie am Computer arbeiten. Mit gestrecktem Hals und gesenktem Kopf starren sie auf den Monitor.
Diese Körperhaltung führt meist zu Beschwerden – vor allem dann, wenn sie über einen langen Zeitraum eingenommen wird. Die Muskulatur in Nacken und Schulter verlieren dabei ihre Dehnbarkeit, sie verhärtete sich und führt letztendlich zu Schmerzen.

Rückenschmerzen beim Sitzen: Die Vorbeugung

Eine trainierte Rückenmuskulatur und genügend Bewegung sind unerlässlich, um Rückenschmerzen nachhaltig vorzubeugen. Egal ob man Übungen im Fitnessstudio, Yoga, Pilates oder Schwimmen bevorzugt: Ein Ausgleich zum täglichen Sitzen ist nicht nur für den Rücken, sondern für die gesamte Gesundheit jederzeit wichtig.

Bedenken Sie ebenfalls, dass nicht nur Verspannungen der Muskeln Ursachen für Rückenbeschwerden sein können. Die Art, wie wir gehen, und Fußfehlstellungen können ebenfalls zu Schmerzen führen. Maßschuhe oder orthopädische Einlagen schaffen in solchen Fällen Abhilfe.

Rückenbeschwerden beim Sitzen bekämpfen: Fazit

Die meisten Beschwerden im Rückenbereich entstehen durch eine falsche Körperhaltung beim Sitzen. Dabei verspannen sich die Muskeln, was schließlich zu Rückenschmerzen führt.

Aufrichtig sitzen daher wie im Büro so auch im Auto wichtig – und eine ebenso wichtige Rolle spielen genügend Zeit zur Entspannung vom Alltag sowie ausreichend Bewegung.

Falls Ihr Rücken bereits verkrampft ist, versuchen Sie es mit Wärme, Dehnübungen oder Massagen und lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Orthopäden oder Arzt beraten.

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Was tun bei Bandscheibenvorfall und Rückenschmerzen

Bandscheibe Rückenschmerzen – Was tun?

Ein sogenannter Bandscheibenvorfall führt häufig zu sehr schmerzhaften Rückenschmerzen. So kann zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich auf den Ischiasnerv drücken. Die hierbei entstehenden Schmerzen sind häufig so stark, dass Betroffene sie bis in den Fuß verspüren.

Bandscheibe Rückenschmerzen – Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Häufig ist es so, dass ein Bandscheibenvorfall innerhalb von sechs Wochen alleine ausheilt. Zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit stehen einige Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung. Vor allem Entspannung, Bewegung und Entlastungshaltung tragen zur Schmerzlinderung und Ausheilung bei. Es ist sinnvoll, wenn Betroffene weiter ihren täglichen Aufgaben nachgehen, soweit dies die Schmerzen zu lassen. Rückenschmerzen können auch durch Entspannungsübungen gelindert werden. Denn wie man mit Schmerzen umgeht, ist häufig auch von der eigenen Psyche abhängig. Die Bandscheibe kann sehr starke Rückenschmerzen herbeiführen. Bei extremen Schmerzen bleibt den Betroffenen oft keine andere Möglichkeit, als sich in einer entlastenden Haltung hinzulegen. Hierfür eignet sich die sogenannte Stufenlagerung sehr gut. Bei der Stufenlagerung legen Sie Ihre Unterschenkel auf eine Ablage. Diese Ablage sollte etwa die Höhe haben, so dass Ober- und Unterschenkel den 90 Grad Winkel bilden. Wichtig hierbei ist, dass Sie nicht allzu lang in dieser Position verweilen. Zur Schmerzlinderung werden häufig Schmerzmittel eingesetzt. Aber auch Medikamente mit einer entzündungshemmenden oder entkrampfenden Wirkung schaffen Abhilfe.

Physikalische und manuelle Therapie

Schmerzen, die von einem Bandscheibenvorfall herrühren, können durch die Anwendung von physikalischen und manuellen Therapien gelindert werden. Als manuelle Therapie kommen Massagen und spezielle Handgriffe in Betracht. Physiotherapeuten sind in der Lage durch diese speziellen Handgriffe Blockaden zu lösen und verspannte Muskeln zu lockern. Zu den physikalischen Therapien zählen Kälte und Wärme. Zur Wärmebehandlung gehören zum Beispiel heiße Bäder, Infrarotbestrahlungen, Wärmepflaster oder auch Saunagänge. Wärme sorgt dafür, dass sich verspannte Muskeln lockern. Kältepackungen (Gelkissen oder kalte Umschläge) hingegen kommen zum Einsatz, wenn Nervenreizungen die Ursache für Schmerzen sind. Auch die Ultraschalltherapie findet häufig bei Rückenschmerzen Anwendung. Hierbei wird im unteren Rückenbereich mit Schallwellen „gearbeitet“. Diese Schallwellen erzeugen durch feine Vibrationen Wärme. Diese Wärme soll das Gewebe lockern.

Rückenschmerzen mit fernöstlichen Therapien behandeln

Immer mehr Betroffene schwören auf fernöstliche Therapien. Hierzu zählen unter anderem Reiki, Akupunktur und Moxibustion. Reiki ist eine Behandlungstechnik, welche aus Japan stammt. Hier sollen Schmerzen durch das Handauflegen verringert werden. Bei der weitaus bekannteren Akupunktur werden sehr kleine feine Nadeln zur Schmerzlinderung eingesetzt. Bei einer Moxibustion werden bestimmte Therapiepunkte ganz gezielt erwärmt. Die Erwärmung dieser Körperstellen erfolgt zum Beispiel durch glimmende Stangen. Diese Stangen sind aus getrocknetem Beifuß, dem sogenannten Moxa.

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Die richtige Sportart bei Rückenschmerzen finden

Rückenschmerzen nach Sport

Körperliche Bewegung ist für uns sehr wichtig, denn sie hält uns gesund und fit. Einige Sportarten fördern jedoch Rückenschmerzen oder können bereits bestehende Beschwerden verstärken. Nachfolgend erfahren Sie, welche Sportarten Betroffene, die bereits unter Rückenschmerzen leiden, nicht ausüben sollten und was Sie gegen Rückenschmerzen nach Sport zur Linderung beitragen können.

Sportarten die Rückenschmerzen begünstigen

Es gibt Rückenschmerzen, die aufgrund von muskulären Verspannungen oder durch Bewegungsmangel entstehen. Diese Rückenschmerzen lassen sich durch leichten Sport beseitigen. Andere Sportarten wiederum begünstigen die Entstehung von Rückenschmerzen. Eine zu hohe Belastung des Rückens kann, vor allem bei einer nicht trainierten Muskulatur, zu Schädigungen führen. Ungünstige Bewegungen wie schnelle Sprints, abruptes Abbremsen, extrem schwere Muskelbelastung und ruckartige Bewegungen können ebenfalls zu Rückenschmerzen führen. Tennis zum Beispiel tut weder der Wirbelsäule noch dem Rücken gut. Der Grund für Rückenschmerzen, die durch Tennis entstehen, liegt darin, dass vielmals plötzlich und schnell die Richtung gewechselt oder abrupt abgebremst wird. Dieses „Fehlverhalten“ kann unsere Wirbelsäule stauchen. Auch Hockey, Surfen oder Golfen sind Sportarten, die Rückenschmerzen begünstigen. Volleyball, Fußball und Handball sind aufgrund der vielen Sprünge und ruckartigen Bewegungen ebenfalls nicht gut für den Rücken. Weitere Sportarten, die Rückenschmerzen begünstigen sind: Bodybuilding, Gewichtheben, Kunstturnen, Radsport.

Rückenschmerzen – Was sollte ich vermeiden?

Vor allem Personen, die nicht trainiert sind, schaden durch die Ausübung „falscher“ Sportarten ihren Rücken. Auch ein zu hartes Training kann zu Rückenschmerzen führen. Die meisten Rückenschmerzen resultieren aus einer schnellen Richtungsänderung, plötzliches Abbremsen, ruckartige Drehbewegungen, extreme und/oder einseitige Belastungen. Hierbei werden nämlich die Lendenwirbel- und Halswirbelsäule häufig überstreckt. Personen, welche keine gut trainierten Muskeln im Bauch, Rücken und Becken besitzen, sollten Überstreckungen und ruckartige Drehbewegungen vermeiden, da diese schnell zu Verletzungen der Bandscheiben führen können. Dies liegt daran, dass der Rumpf nicht ausreichend stabilisiert ist. Häufig ist auch die falsche Technik oder Ausführung der Sportart die Ursache für Rückenschmerzen.

Wie vermeide ich Rückenschmerzen nach dem Sport?

In erster Linie sollten Sie die passende Sportart wählen. Suchen Sie sich eine Sportart, die mit einer geraden Wirbelsäule ausgeübt wird. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass Ihr Sportprogramm abwechslungsreich ist. Auch das richtige Aufwärmen für Sportbeginn schützt vor Rückenschmerzen nach dem Sport. Geeignete Sportarten sind zum Beispiel Joggen, Inline-Skaten, Bergwandern, Schwimmen oder Tanzen.

Rückenschmerzen – Welcher Arzt hilft?

Erster Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt. Ihr Hausarzt wird Sie dann gegebenenfalls an einen Sportmediziner oder Orthopäden überweisen. Bei Rückenschmerzen kommt in vielen Fällen auch eine Physiotherapie in Betracht. Hier werden die betroffenen Wirbelregionen vorsichtig gedehnt und wieder mobilisiert.

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Rückenschmerzen durch die Anwendung falscher Matratze

Rückenschmerzen durch falsche Matratze

In Deutschland gelten Rückenschmerzen zur Volkskrankheit. In der heutigen Zeit leiden rund zwei Drittel der Bevölkerung in regelmäßigen Abständen an starken oder mittelstarken Rückenschmerzen. Wer ständig unter starken Rückenschmerzen leidet, sollte einmal die eigene Matratze genauer betrachten. Häufig treten Rückenschmerzen durch falsche Matratze oder Lattenrost auf.

Rückenschmerzen durch falsche Matratze

Beim Kauf einer Matratze sollte immer auf den richtigen Härtegrad geachtet werden. Viele Hersteller bieten Modelle von hart über mittel bis weich an. Dazwischen kann aus verschiedenen Unterstufen genau die Matratze ausgewählt werden, die den eigenen Bedürfnissen gerecht wird. Da jeder Mensch beim Schlafen seine ganz eigenen Vorlieben hat, ist es nicht möglich, eine direkte Empfehlung zu geben.

Verschiedene Matratzenmodelle

Federkernmatratzen sind besonders gut für Menschen geeignet, die nachts stark schwitzen. Die Matratzen können vorhandene Feuchtigkeit oder Wärme schnell ableiten. Ein kleiner Nachteil ist, dass sich Federkernmatratzen nicht perfekt am menschlichen Körper anpassen können. Das liegt vor allem an der Rollform. Der Federkern schwingt sofort mit, wenn sich im Bett gedreht wird. Eine Latexmatratze dagegen passt sich sehr gut an der Form des Körpers an. Bei diesen Matratzen besteht der Nachteil darin, dass sie sehr schwer sind. Dementsprechend lassen sie sich nicht leicht drehen. Zusätzlich sind Latexmatratzen im Vergleich zu einer Federkernmatratze wesentlich teurer. Eine gute Alternative ist eine Kaltschaummatratze. Sie ist perfekt für Menschen geeignet, die leicht frieren. Kaltschaummatratzen können Wärme über einen längeren Zeitraum halten. Beim Kauf einer Matratze spielt das Raumgewicht eine wichtige Rolle. Umso höher dieser Wert ausfällt, umso qualitativer ist die Matratze. Somit ist es beim Kauf einer Matratze immer ratsam, etwas mehr Geld zu investieren.

Ein Schlaf sollte immer entspannen

Werden die Rückenschmerzen durch falsche Matratze ausgelöst, macht sich das häufig durch Schmerzen direkt nach dem Aufstehen bemerkbar. Auch Schlafprobleme können die Folge einer ungemütlichen oder zu weichen oder harten Unterlage sein. Dauerhaft führt eine unpassende oder durchgelegene Matratze zu Verspannungen und Schmerzen. Wer sich dauerhaft auf seiner Matratze nicht wohlfühlt, sollte ein anderes Matratzen-Modell auswählen. Nicht für jeden Menschen sind harte Matratzen die beste Wahl. Bei Rückenschmerzen bevorzugen viele Menschen eine weiche Liegefläche. Weiche Matratzen geben schneller nach und passen sich besser der eigenen Körperform an. Somit kommt es bei langanhaltenden Rückenschmerzen zu einer Linderung. Wer unter reinen Nackenschmerzen leidet, sollte sich lieber ein härteres Modell zulegen. Durch eine harte Matratze werden weitere Verspannungen im Nackenbereich verhindert. Derartige Matratzen sind auch für Menschen sehr gut, die unter einem starken Übergewicht leiden.

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Natürliche Mittel gegen Rückenschmerzen

Hausmittel: was hilft gegen Rückenschmerzen

Insbesondere in der nasskalten Jahreszeit klagen viele Menschen über Schmerzen im Rücken. Nicht immer müssen diese von der Wirbelsäule ausgehen. Abhängig von der Ursache können einfache Hausmittel gegen Rückenschmerzen die Beschwerden innerhalb kürzester Zeit lindern.

Rückenschmerzen durch Nierenerkrankungen

Erkältungen können die Blase betreffen, beispielsweise wenn die nassen Badesachen allzu lange anbehalten werden. Steigen die Keime über die Harnleiter auf, sind Entzündungen der Nieren und Rückenschmerzen die Folge. Hiergegen hilft Wärme. Bestenfalls bleibt der Betroffene für einige Tage im Bett. Ein weiteres Hausmittel gegen Rückenschmerzen ist die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit. Das Trinken von reichlich Tee und Wasser hilft dabei, die Keime aus dem Körper zu schwemmen.

Verspannungen lockern

Wenn der Rücken schmerzt und die Beweglichkeit eingeschränkt ist, denken viele Betroffene sogleich an die Bandscheiben. Dabei können auch Verspannungen ursächlich sein. Wer über eine längere Zeit in derselben Position verharrt, sorgt dafür, dass sich bestimmte Muskelgruppen verkürzen, während andere überdehnt werden. Das sorgt für Dysbalancen, die mit Schmerzen einhergehen. Die beste Medizin ist die Bewegung, auch wenn es sich in der Schonhaltung scheinbar besser aushalten lässt. Schon einfache Übungen lockern die Muskulatur. Wer über Stunden am Schreibtisch arbeiten muss, sollte beispielsweise gelegentlich mit den Schultern kreisen, die Arme abwechselnd nach oben und zu den Seiten strecken oder einen Katzenbuckel machen. Weiterhin tragen sogenannte Balance-Kissen zur ständigen Aktivität bei, denn die Wirbelsäule wird dazu angehalten, die Bewegungen des luftgefüllten Kissens auszugleichen.

Hausmittel gegen Rückenschmerzen, die von den Bandscheiben ausgehen

Rutschen Bandscheiben aus ihrer ursprünglichen Position, können sie Nerven einklemmen und Schmerzen sowie Lähmungserscheinungen auslösen. Solange keine Taubheitsgefühle in den Extremitäten oder Ausfallerscheinungen auftreten, sollten Hausmittel ausprobiert werden, um die Symptome zu lindern. Während früher dazu geraten wurde, bei Bandscheibenbeschwerden im Bett zu bleiben, wird inzwischen Bewegung verordnet. Bei heftigen Schmerzen empfiehlt sich in den ersten Tagen ein Wechsel aus Ruhe und körperlicher Aktivität. Je nachdem, ob die Erkrankung mit Entzündungen einhergeht, hilft Wärme oder Kälte beim Beheben der Schmerzen. Auflagen mit Heilerde unterstützen die Regeneration. Auch warme Bäder mit entspannenden beziehungsweise durchblutungsfördernden Zusätzen wie Rosmarin können das Wohlbefinden steigern. Gegen Beschwerden im Lendenwirbelbereich hilft es, sich zwischendurch flach auf den Rücken zu legen und die Unterschenkel auf einem Stuhl zu lagern, so dass sich ein Winkel von 90 Grad ergibt. Haben sich die Beschwerden gebessert, ist der Aufbau der Rücken- und Bauchmuskulatur angezeigt. Hierzu eignet sich ein moderates Krafttraining, das am besten unter professioneller Anleitung erfolgt. Weiterhin ist der Stressabbau wichtig.

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Übungen gegen Rueckenschmerzen

Akute Rückenschmerzen und ihre Folgen

Wer mit akuten Rückenschmerzen kämpft, hat oftmals große Schwierigkeiten, sich auf etwas anderes zu konzentrieren und muss daher aus dem Alltag komplett aussteigen. Oft wird man nur durch starke Schmerzmittel wieder fähig, am normalen Alltag teilzunehmen und hat ständig Angst davor, dass die Schmerzmittel nachlassen und der Schmerz zurückkehrt. Hinzu kommt eine zermürbende Bewegungsunfähigkeit, eine automatische Schonhaltung und dadurch noch mehr bzw. langfristige Verspannungen.

Hilfe gegen akute Rückenschmerzen

Das Schlimmste an akuten Schmerzen im Rücken ist das Gefühl, diesen ausgeliefert zu sein. Bei akuten Schmerzen können aber einige einfache Übungen helfen, diesen zu lindern und damit selbst aktiv dagegen vorgehen zu können. Zusätzlich sollte man sich schonen und einen Tag Pause und Ruhe gönnen.

  1. Übung zur Entlastung
    Auf die Fersen setzen und Kopf und Schultern nach vorne durchhängen lassen. Den Bauch einziehen und langsam den Oberkörper auf den Oberschenkeln ablegen. Die Stirn sollten den Boden berühren. Nacken und Arme sind ganz entspannt. Diese Position so lange halten, wie sie gut tut, um akute Rückenschmerzen zu entlasten.
  2. Übung zur schnellen Erleichterung
    Auf dem Rücken liegen und die Beine angewinkelt auf einem Stuhl oder dem Sofa ablegen. Kopf, Schultern und Arme vorsichtig leicht anheben und die Arme neben den Beinen in Richtung der Füße schieben. Die Handrücken sind dabei oben und die Handflächen zeigen zum Boden. Kurz ablegen und entspannen. Einige Male wiederholen.
  3. Verspannungen lösen 1
    In den Vierfüßlerstand gehen (bei durchgestreckten Armen auf Händen und Knien) und den Rücken nach oben wie einen Katzenbuckel durchstecken. Dabei den Kopf ebenfalls nach unten drücken, den Nacken strecken und tief einatmen. Beim Ausatmen ins Hohlkreuz gehen und dabei das Gesicht zur Decke heben. Den Ablauf mindestens 10x wiederholen.
  4. Verspannungen lösen 2
    In der Bauchlage den Körper lang ausstrecken und die Stirn auf die Hände ablegen, die vor dem Gesicht aufeinander gelegt werden. Beim Einatmen das rechte Bein gestreckt vom Boden abheben, für 10 Sekunden in der Luft halten und langsam wieder ablegen. Dabei den Unterleib auf den Boden drücken. Dann die Übung mit dem linken Bein durchführen. Abwechselnd je 5x wiederholen.
  5. Entspannungsübung
    Auf dem Boden sitzend die Beine leicht angewinkelt nach vorne strecken. Den Oberkörper nach vorne drücken und mit den Armen zwischen den Beinen hindurch greifen, um die Fersen zu umfassen. Den Oberkörper so weit wie möglich zusammen rollen und das Kinn auf die Brust legen. Ruhig atmen und ca. 20 Sekunden halten, dann langsam wieder aufrollen.

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welchen arzt sollte ich bei rueckenschmerzen aufsuchen

Rückenschmerzen: Welcher Arzt hilft

Akute Rückenschmerzen sollten schnell behandelt werden, damit sie sich nicht chronifizieren. Wird mit Hausmitteln keine Besserung erzielt, muss der Arzt aufgesucht werden. Nachfolgend werden die richtigen Ansprechpartner erläutert.

Hausarzt aufsuchen, wenn Ursachen unbekannt sind

Der Laie kann nur selten einschätzen, woher seine Rückenschmerzen stammen und welches Ausmaß die Erkrankung einnimmt. Deshalb kann es nie schaden, als ersten Ansprechpartner den Hausarzt zu wählen. Er nimmt umfassende Untersuchungen vor, um die richtige Diagnose zu stellen. Einige Erkrankungen des Rückens behandelt er selbst, beispielsweise verschreibt er gegen Nierenschmerzen, die durch eine Erkältung ausgelöst wurden, wirksame Medikamente. Bei einer vermuteten Nierenbeckenentzündung überweist er den Patienten zum Urologen. Kann er davon ausgehen, dass für die Schmerzen im Rücken verspannte Muskeln verantwortlich sind, rät er zur körperlichen Aktivität und schickt den Betroffenen eventuell zum Physiotherapeuten. Für die Therapie von stärkeren oder länger anhaltenden Rückenbeschwerden sollte allerdings immer der Orthopäde hinzugezogen werden.

Orthopäde als Spezialist für die Wirbelsäule

In den meisten Fällen ist der Orthopäde bei Rückenbeschwerden der richtige Ansprechpartner. Durch das Abtasten des Rückens auf Verspannungen und Fehlstellungen des Bewegungsapparats sowie mithilfe bildgebender Verfahren lokalisiert der Orthopäde den Auslöser für die Rückenschmerzen und leitet die erforderlichen Behandlungen ein. Nur selten muss der Patient operiert werden, zum Beispiel um hochgradige Bandscheibenvorfälle zu beseitigen oder für die Rückenbeschwerden ursächliche Fehlstellungen zu korrigieren. Dann leitet er den Patienten an den Wirbelsäulen-Chirurgen weiter.

Nach Operationen am Rücken oft Reha-Maßnahmen erforderlich

Wer am Rücken operiert wurde, nimmt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt häufig an einer Reha-Maßnahme teil. Sie wird in sogenannten Reha-Kliniken durchgeführt. Das sind stationäre oder ambulante Einrichtungen, die sich darauf spezialisiert haben, die Patienten nach bestimmten Erkrankungen wieder fit für den Alltag zu machen und deren Lebensqualität zu erhöhen. In der Reha-Klinik arbeiten verschiedene Fachärzte mit Physio- und Ergotherapeuten sowie mit ausgebildeten Fitnesstrainern und Sportärzten zusammen. Jede Reha-Maßnahme wird individuell durchgeführt.

Sportarzt ist auch für Freizeitsportler Ansprechpartner

Manchmal treten Rückenschmerzen nach dem sportlichen Freizeit-Training auf. Beispielsweise können zu hoch aufgelegte Gewichte, falsche Bewegungsabläufe oder ein zu häufiges beziehungsweise zu intensives Training schuld an Rückenbeschwerden sein. In diesen Fällen ist der Sportarzt der richtige Ansprechpartner. Um den Betroffenen effektiv zu helfen, damit sie in ihr Training wieder einsteigen können, hat der Sportarzt nicht selten Zusatzqualifikationen erworben. Unter anderem kann er als Facharzt für manuelle und Schmerztherapie ausgebildet sein. Oder er ist gleichzeitig Osteopath beziehungsweise Chiropraktiker. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen seine Leistungen nur teilweise.

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übungen gegen rückenschmerzen im unteren bereich

Übungen gegen Rückenschmerzen

Rückenschmerzen und wie sie entstehen

Viele verschiedene Einflüsse und Ursachen können zu anhaltenden oder ständig wiederkehrenden Rückenschmerzen führen. Zuviel sitzen oder die falsche Sitzhaltung, sowie eine ungünstige Schlafposition, hervorgerufen durch falsche Matratze oder Kissen. Auch zu wenig oder eine einseitige sportliche Belastung kann zu Schmerzen führen. Auch unentdeckte Fehlstellungen der Wirbelsäule sind häufig ursächlich. Die Folge sind Rückenschmerzen, die als sehr belasten und einschränken im Alltag erlebt werden.

Einfache Übungen gegen Rückenschmerzen

Wer bereits wiederkehrend mit mehr oder weniger starken Rückenschmerzen zu kämpfen hat, sollte dies als Motivation nehmen, um dagegen aktiv zu werden. Regelmäßige Übungen zur Lockerung und Stärkung der verschiedenen Muskelpartien des Rückens können langfristig zu echter Besserung oder sogar Beseitigung der Schmerzen führen. Hier sind einige sehr einfache Übungen gegen Rückenschmerzen:

1.Rückenmuskeln stärken

Im Vierfüßlerstand werden rechtes Bein und linker Arm gehoben und ausstrecken. Das Bein, der Rücken, Nacken, Kopf und der Arm sollten dabei eine Linie bilden.Kein Hohlkreuz machen, dafür die Bauchmuskulatur anspannen. 20 Sekunden in dieser Stellung ausharren und dann die Seite wechseln. Übung 5-10 x wiederholen.

2. Untere Rückenmuskeln stärken

In Bauchlage den Körper flach auf die Matte legen.Fersen hüftbreit aufstellen, Handflächen zeigen nach unten. Ellbogen durchdrücken, Hände neben die Brust legen, so dass die Fingerspitzen nach vorne zeigen. Mit angehobenem Kopf einige Zentimeter hoch drücken und gleichmäßig atmen.
Den Oberkörper Wirbel für Wirbel aufrichten, und dabei die Arme langsam durchstecken und den Kopf aufrichten. Ruhig durchatmen und dann ebenso langsam zurück in die Liegeposition kommen. Übung ca. 5x wiederholen.

3. Seitliche Rückenmuskeln stärken

Die seitlichen Rumpfmuskeln lockern, indem aufrecht stehend die Arme abwechselnd nach oben gestreckt werden. Dabei den ganzen Körper strecken. Es soll so aussehen, als würden Sie Äpfel pflücken.
Die unteren Rumpfmuskeln stärken, indem aufrecht stehend mit leicht gebeugten Knien die Arme im 90 Grad Winkel gehalten werden. Dann Hackbewegungen mit den Unterarmen ausführen, so als wollten Sie damit Holz hacken. Immer ca. 30 Sekunden hacken, dann pausieren.

4. Schultermuskeln stärken

Entspannt stehen oder sitzen, die Schultern hochziehen und leichte kreisende Bewegungen nach hinten unten damit durchführen. 30 Sekunden lang, dann pausieren.

Mit einer Fußlänge Abstand vor eine Wand stellen und mit dem Rücken anlehnen. Mit den Ellbogen den Rücken von der Wand abdrücken, für einige Sekunden halten und wieder anlehnen. Übung ca. 5x wiederholen.
In die Mitte des Raumes stellen und beide Arme ausgestreckt kreisen. In entgegengesetzte Richtungen und parallel kreisen lassen (ist ein Arm gerade oben, sollte der andere unten sein). Jeweils 30 Sekunden lang, dann pausieren.

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Rückenschmerzen hormonell bedingt

Tipps gegen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft haben die meisten Frauen mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Aber auch schon im ersten Trimester können sie vorkommen. Grund sind die Umstellung der Hormone und dadurch gelockerte Sehnen und Bänder im Beckenboden. Außerdem verlagert sich bei fortgeschrittener Schwangerschaft natürlich auch der Schwerpunkt der weiblichen Körpermitte und die Muskeln und Gelenke müssen mehr Gewicht tragen.

Die wirkungsvollsten Tipps und Hilfen

Trotz der unvermeidbaren körperlichen Beschwerden kann den Rückenschmerzen in der Schwangerschaft vorgebeugt und entgegengewirkt werden. Folgende Tipps haben sich bereits bei vielen schwangeren Frauen bewährt und können je nach Schmerzzustand ausprobiert werden. Auch wenn gerade keine Schmerzen bestehen, sind Übungen und Vorkehrungen gegen Rückenschmerzen immer eine gute Idee.

1. Die Haltung verändern
Es passiert den meisten Frauen automatisch, dass sie ihren Bauch nach vorne drücken beim gehen. Das sollten Sie vermeiden und stattdessen versuchen, das Gewicht immer nach innen zu holen und sich um eine Aufrechte Haltung bemühen. Das Becken dabei immer möglichst nach hinten drücken und ausbalancieren. So ist das zusätzliche Gewicht leichter zu tragen.

2. Übungen für die Rückenmuskeln
Auf alle Viere gehen und den Rücken abwechselnd zu einem Hohlkreuz und einem Buckel formen. Also die Wirbelsäule quasi durchhängen lassen und danach gleich nach oben durchdrücken. Das entlastet die Wirbel und entkrampft die Rückenmuskeln. Danach ebenfalls im Vierfüßlerstand diagonal einen Arm und ein Bein ausstrecken. So werden die seitlichen Rückenmuskeln gestärkt und gelockert.

Bei dieser Übung legen Sie sich auf den Rücken und lagern die Beine im 90 Grad Winkel auf einem Stuhl oder dem Sofa. Die Lendenwirbel werden dabei sanft auf den Boden gedrückt bzw. aufgelegt. Allein diese Haltung entlastet den unteren Rückenbereich. Unterstützt werden kann diese Entlastung noch dadurch, dass mit dem Becken ganz leichte Kreisbewegungen durchgeführt werden, es also kreisförmig auf den Boden gedrückt wird.

3. Wärmebehandlung gegen Schmerzen
Wärme entspannt belastete Muskulatur und sorgt für bessere Durchblutung. Das kann besonders gut mit einem warmen Vollbad erreicht werden. Wer keine Badewanne hat oder nicht komplett baden möchte, kann auch eine Wärmflasche am Rücken platzieren oder sich ein Wärmepflaster auf den schmerzenden Bereich aufkleben.

4. Massagen zur Entspannung
Von einem Partner oder Familienmitglied kann der betroffene Rückenbereich sanft massiert werden. Noch besser ist natürlich eine professionelle Massage, die aber entsprechend kostspielig ist. Mit etwas Übung und Einfühlungsvermögen können das auch die Liebsten gut.

5. Therapiemöglichkeiten
Zur Behandlung von anhaltenden Rückenschmerzen in der Schwangerschaft kommen auch verschiedene Behandlungsmethoden in Frage. Sowohl Akupunktur als auch gezielte Physiotherapie können Erfolg versprechen. Oft gibt es auch Kurse, die sich auf Rückengymnastik für Schwangere spezialisieren.

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Rueckenschmerzen durch psychische Ursachen

Können Rückenschmerzen psychische Ursachen haben?

Diese Frage kommt irgendwann bei jedem Menschen auf, der unter wiederkehrenden oder chronischen Rückenschmerzen leidet, denen durch körperliche Übungen nicht beizukommen ist. Sie haben bereits alles versucht, um den Schmerz zu lindern, aber er kommt und geht ohne erkennbaren Grund? Dann kann es durchaus sein, dass psychische Probleme die Schmerzen verursachen. Körper und Geist sind untrennbar verbunden und viele psychischen Belastungen wirken sich daher sehr deutlich auf verschiedene Bereiche des Körpers aus. Im Rücken werden diese Belastungen vor allem dann deutlich, wenn sie sprichwörtlich auf den Schultern lasten. Durch diese psychischen Lasten bewegen Menschen sich gebeugter und verlieren ihre aufrechte Körperhaltung. Psychischer Druck ist tatsächlich auch körperlich wahrnehmbar und verändert die natürliche Körperspannung. Ein etwas gesenkter Kopf, zusammengesunkene Haltung und hängende Schultern sind ganz normale körperliche Zeichen für gedrückte Stimmung. Dass diese langfristig zu ungleichmäßiger Belastung und Verkrampfung der Rückenmuskulatur führt, ist kein Wunder.

Psychische Verursacher von Rückenschmerzen

Im Grunde genommen können sich alle psychischen Belastungen durch Rückenschmerzen bemerkbar machen. Nämlich immer dann, wenn übermäßiger Druck auf einem Menschen lastet. Es gibt jedoch einige besonders typische, nicht-körperliche Verursacher für Verspannungen, die vor allem den Rücken betreffen. Dazu zählt außergewöhnlicher Stress, der vor allem durch Überforderung und das damit einhergehende Gefühl der Unzulänglichkeit verursacht wird. Auch Ängste und Sorgen zählen dazu, sowie depressive Verstimmungen und anhaltende Trauer. Besonders schlimm äußern sich Rückenschmerzen außerdem bei Existenzängsten im Bereich der finanziellen Probleme oder dem generellen Gefühl, vom eigenen Leben überlastet zu sein und es nicht mehr unter Kontrolle bzw. im Griff zu haben.

Hilfe gegen psychisch bedingte Rückenschmerzen

Wenn Rückenschmerzen psychische Ursachen haben, ist deren Identifikation bereits der erste und wichtigste Schritt zur Linderung. Sich der verursachenden Sorgen und Belastungen bewusst zu werden und sie zu benennen, kommt einer Diagnose gleich. Als nächster Schritt ist es dann wichtig, sich selbst so gut wie möglich psychisch zu entlasten. Körperliche Auswirkungen von psychischen Problemen in Form von Schmerzen sind ein deutliches Warnsignal, das ernst genommen werden sollte! Die Verursacher der Belastungen können vielleicht nicht sofort eliminiert werden, sie können jedoch in Grenzen verwiesen werden. Je nach Lebensbereich ist es auch sehr wichtig, sich Hilfe zu holen bzw. Hilfe zuzulassen. Aufgaben abgeben oder wenn möglich zu verschieben oder abzulehnen, kann für Entlastung sorgen. Begleitend helfen leichte Bewegungsübungen für den Rücken und generell viel Bewegung, etwa in Form von Spaziergängen. Diese sorgen zugleich für wichtigen räumlichen Abstand von belastendem Umfeld und verschaffen nötige Auszeiten.

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