Kreuzschmerzen - Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten für Schmerzen im unteren Rücken

Kreuzschmerzen entstehen vor allem durch langes Sitzen und Haltungsschäden. Schmerzen im Kreuz können in jeder Lebensphase auftreten. Mit viel Bewegung, Sport und anderen einfachen Maßnahmen kannst du dich vor Schmerzen im unteren Rücken schützen.

Wodurch entstehen Kreuzschmerzen?

KreuzschmerzenSchmerzen im Kreuz machen sich im Bereich der Illiosakralgelenke und der Lendenwirbelsäule bemerkbar. Medizinisch wird bei Kreuzschmerzen von einem Lumbalsyndrom gesprochen. Abhängig von der Art der Symptome und der Stärke der Schmerzen werden Kreuzschmerzen in drei Stadien unterteilt. Beim lokalen Lumbalsyndrom spürst du die Kreuzschmerzen nur im Bereich der Lendenwirbelsäule, während die Schmerzen beim lumbalen Wurzelsyndrom bis ins Bein ausstrahlen können. Wenn zusätzlich zu starken Kreuzschmerzen weitere Symptome wie Harn- und Stuhlinkontinenz oder Lähmungen auftreten, diagnostiziert der Arzt ein alarmierendes Lumbalsyndrom. Da Schmerzen im unteren Rückenbereich vielerlei Ursachen haben können, solltest du zum Arzt gehen, wenn du unter Kreuzschmerzen leidest.

Die häufigsten Ursachen für Kreuzschmerzen

Meist kommt es durch Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule zu heftigen Kreuzschmerzen. Zu den weiteren Ursachen für Schmerzen im Kreuz gehören angeborene und erworbene Erkrankungen. Allerdings können Kreuzschmerzen auch psychosomatische Ursachen haben und entstehen, wenn sich die Muskulatur durch zu viel Stress und Überlastung verkrampft. Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule führen besonders bei älteren Menschen zu Rückenproblemen und Kreuzschmerzen. Wenn du häufig unter Schmerzen im unteren Rückenbereich leidest, kannst du die Rückenmuskulatur mit gezielten Übungen (Rückenschule) trainieren.

Ausreichend Bewegung trägt dazu bei, dass die Bandscheiben besser mit Nährstoffen versorgt werden. Vorzeitige Verschleißerscheinungen, die zu Kreuzschmerzen führen, werden oft durch Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, Fehlbelastungen oder Übergewicht ausgelöst. Zu den angeborenen Erkrankungen, die ebenfalls Kreuzschmerzen verursachen können, gehört die chronisch-entzündliche Krankheit Morbus Bechterew. Wesentlich häufiger sind Kreuzschmerzen jedoch durch erworbene Fehlhaltungen und Erkrankungen bedingt.

Als Folge von entzündlichen Krankheiten wie Rheuma und Morbus Crohn sowie von Durchfallerkrankungen können vorübergehend ebenfalls Schmerzen im Kreuz auftreten. Bei Krankheiten wie Osteoporose (Knochenschwund) und Arthrose zählen Kreuzschmerzen zur typischen Symptomatik. In der Schwangerschaft sowie nach der Geburt des Kindes spüren viele Frauen starke Schmerzen im Kreuz. Darüber hinaus führen auch Abnutzungserscheinungen der Bandscheiben häufig zu Schmerzen im unteren Rückenbereich.

Durch seelische Einflüsse können Kreuzschmerzen erheblich verstärkt werden, sodass von psychosomatischen Ursachen gesprochen wird. Psychosomatische Krankheiten wie psychisch bedingte Kreuzschmerzen entstehen aufgrund seelischer Probleme, die sich in Form von körperlichen Beschwerden äußern. Viele Menschen leiden in Stresssituation unter Schmerzen im Kreuz. Es ist sinnvoll, Emotionen wie Wut, Trauer oder Aggression nicht zu unterdrücken, da unterdrückte Gefühle sich häufig körperlich als Rückenschmerzen oder Kreuzschmerzen äußern. In diesem Fall ist eine Therapie, die sich ausschließlich auf die körperlichen Symptome konzentriert, selten erfolgreich.

Welche Symptome treten bei Kreuzschmerzen auf?

Schmerzen im Kreuz machen sich rasch durch typische Symptome bemerkbar. Bei Kreuzschmerzen kann es beispielsweise zu verminderten Reflexen, Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen und anderen Missempfindungen kommen. Anhand des Beschwerdebilds und weiterer Untersuchungen wird die Diagnose Kreuzschmerzen vom Hausarzt oder vom Facharzt für Orthopädie gestellt. Dabei ist es wichtig, die genauen Ursachen der Kreuzschmerzen zu finden, um die geeignete Therapie einzuleiten. In einer Facharztpraxis stehen zu diesem Zweck modernste Röntgengeräte zur Verfügung. Außerdem kann der Arzt auch Untersuchungen mithilfe der Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) veranlassen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Kreuzschmerzen.

Meist werden Schmerzen im Kreuz mit Medikamenten und Physiotherapie behandelt. Bei einem akuten Notfall muss unter bestimmten Umständen ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden. Kreuzschmerzen, die durch eine Infektion verursacht werden, müssen mit Antibiotika behandelt werden. Wenn Kreuzschmerzen durch rheumatische Erkrankungen bedingt sind, verordnet der Arzt Kortisonpräparate. Neben Schmerzmitteln und physiotherapeutischen Maßnahmen hilft bei degenerativ bedingten Kreuzschmerzen auch die Einnahme von Vitamin D und Calcium. Starke Kreuzschmerzen können mit Lokalanästhetika behandelt werden, um die Beweglichkeit wiederherzustellen.

Physiotherapie gegen Kreuzschmerzen

Um Kreuzschmerzen vorzubeugen, solltest du Fehlhaltungen vermeiden. Ein ergonomischer Bürostuhl ist eine sinnvolle Anschaffung, um Haltungsschäden vorzubeugen. Bewege dich jeden Tag ausreichend und mache regelmäßig Sport, damit dein Rücken gesund bleibt. Falls es dennoch zu Kreuzschmerzen kommt, gibt es in der Physiotherapie vielfältige Therapiemöglichkeiten, die gegen Schmerzen im Kreuz helfen können. Zu den wirksamen Maßnahmen gegen Kreuzschmerzen zählen Wärmeanwendungen wie Fangopackungen, Kurzwellentherapie, Reflexzonenbehandlung und Unterwassergymnastik. Die manuelle Therapie wird bei Kreuzschmerzen eingesetzt, um Gelenkblockaden zu lösen und Muskeln zu lockern.

Um Schmerzen im Kreuz zu beseitigen, müssen die Muskeln gekräftigt werden. Deshalb solltest du bei Kreuzschmerzen keine Schon- oder Fehlhaltung einnehmen, denn dadurch werden die Schmerzen zusätzlich verstärkt. Falls die Schmerzen im unteren Rückenbereich psychisch bedingt sind, können dir Entspannungsübungen wie Yoga oder die progressive Muskelentspannung helfen. Bei diesen Entspannungsmethoden werden die Muskeln gezielt gelockert und entspannt, sodass die Schmerzen nachlassen. Bei leichten Kreuzschmerzen genügen oft schon Wärmeanwendungen, um die Schmerzen zu beseitigen. Ein warmes Bad mit Kräuterzusatz, das nicht länger als 15 Minuten dauert, trägt zur Entspannung der Muskeln bei und kann Kreuzschmerzen lindern.

Die Wassertemperatur sollte bei einem Entspannungsbad höchstens 37 bis 38 Grad betragen. Schwimmen ist eine Sportart, die dem Rücken hilft, beweglich und geschmeidig zu bleiben. Regelmäßiges Schwimmen kann dabei helfen, Schmerzen im unteren Rückenbereich vorzubeugen und zu lindern. Saunagänge haben sich bei Rückenproblemen ebenfalls bewährt. Menschen, die unter akuten Infektionen oder Herz-Kreislauf-Krankheiten leiden, sollten allerdings vorher mit ihrem Hausarzt abklären, ob die Sauna für sie geeignet ist.

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