Die Rückenschule - das Kursprogramm für Rückengesundheit

Die Rückenschule ist ein spezielles Kursprogramm, das sich mit der Rückengesundheit beschäftigt. Mit dieser ganzheitlichen Lernmethode sollen Rückenschmerzen gelindert und Rückenprobleme zukünftig verhindert werden. Die Teilnahme an diesem multimodalen, mehrstufigen Programm wird von den Krankenkassen unterstützt.

Was ist eine Rückenschule?

Die RückenschuleIn der Rückenschule lernst du, wie du Risikofaktoren für Rückenbeschwerden vermeiden kannst. Zu den häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen zählen Bewegungsmangel, Übergewicht, Haltungsfehler, Überlastung und Fehlbelastung der Rückenmuskulatur durch häufiges Heben schwerer Lasten sowie falsche Körperhaltung beim Tragen. Rückenschmerzen werden auch durch psychische Faktoren wie Stress und Ängste ausgelöst. Meist entstehen Schmerzen im Rücken durch zu langes Sitzen in ungünstiger Körperhaltung.

Es lohnt sich deshalb, an der Rückenschule teilzunehmen und ein rückenfreundliches Verhalten zu erlernen. Zu viel und zu langes Stehen in Dienstleistungsberufen (Verkauf, Hotel, Gastronomie, Arztpraxen) im Handwerk oder in anderen Berufsfeldern erhöhen das Risiko für Rückenprobleme. Wenn du beruflich den ganzen Tag stehst, solltest du bequeme Schuhe tragen und auf Pumps mit hohen Absätzen oder High Heels verzichten. Ständiges schweres Heben kann zu dauerhaften Rückenschmerzen führen.

In der Rückenschule erfährst du, wie du deine Rücken- und Rumpfmuskulatur trainieren kannst, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Du lernst beispielsweise Übungen, die Beweglichkeit und Koordination fördern und deinem Rücken mehr Kraft geben. Neben der individuellen Körperhaltung werden in der Rückenschule komplexe Bewegungsabläufe, die du im Beruf, im Alltag und in der Freizeit anwenden kannst, trainiert. Um deinen Rücken gesund zu halten, solltest du dich regelmäßig bewegen und Sport machen.

Mit einem rückenfreundlichen Haltungs- und Bewegungsverhalten kannst du aktiv dazu beitragen, dass es nicht zu Rückenschmerzen kommt. Auch Entspannungsverfahren wie Yoga, autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobson helfen, die Muskulatur zu entspannen und Muskelverkrampfungen vorzubeugen.

Darüber hinaus lernst du in der Rückenschule auch wie Rückenschmerzen entstehen und was du dagegen tun kannst. Im Kurs wird dir wichtiges Grundlagenwissen zum Thema Rückengesundheit vermittelt. Dabei erfährst du, welchen Belastungen dein Rücken jeden Tag ausgesetzt ist und wie du deine Umgebung nach ergonomischen Gesichtspunkten gestalten kannst.

So findest du eine Rückenschule

Die erste Rückenschule gab es bereits Ende der 1960-er Jahre. Das Institut, das damals in Schweden gegründet wurde und Kurse zur Rückengesundheit anbot, war schnell im ganzen Land beliebt. In Deutschland öffneten Mitte der 1970-er Jahre die ersten Rückenschulen. Bei Rückenschulen wird zwischen unterschiedlichen Therapieformen mit verschiedenen Konzepten unterschieden. Der Begriff "Rückenschule" ist eine Art Sammelbezeichnung für alle Kurse, Übungen und Bücher, die sich mit dem Thema Rücken, der Gesunderhaltung und Instandhaltung der Wirbelsäule sowie der Rückenmuskulatur befassen.

Mit regelmäßigem Rückentraining kannst du dafür sorgen, Rückenprobleme und Rückenschmerzen hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden. Rückenschulen werden in speziellen Therapiezentren, in Volkshochschulen, in Fitnessstudios oder in den Praxen von Ergo- und Physiotherapeuten abgehalten. Deine Krankenkasse übernimmt einmal im Jahr circa 80 Prozent der Kosten für die Rückenschule.


Wie oft trainiert man in der Rückenschule?

Die Übungen, die du in der Rückenschule lernst, sollen dir dabei helfen, Rückenschmerzen und deren Folgen wie Bandscheibenvorfälle oder eine verkümmerte Rückenmuskulatur zu verhindern. Das Rückentraining zielt deshalb auf die Muskelgruppen, die die Wirbelsäule unterstützen, ab. Dazu gehören neben den großen Rückenmuskeln auch die Gesäßmuskeln und die schräge Bauchmuskulatur. Durch die Rückenübungen mit dem Theraband, auf dem Gymnastikball und am Seilzug werden auch die kleinen Rückenmuskeln gekräftigt.

In der Rückenschule werden dir rückenfreundliche Bewegungen, die du im Alltag anwenden kannst, gezeigt. Du erfährst, wie du richtig sitzt und schwere Gegenstände auf eine rückenschonende Weise heben und tragen kannst. Normalerweise wird in der Rückenschule mindestens dreimal pro Woche trainiert. Die Übungen kannst du anhand deines persönlichen Therapieplans entweder allein, in der Gruppe oder bei dir zu Hause durchführen. Beim Training kommt es weniger auf die Dauer der Übungseinheiten, sondern auf die Regelmäßigkeit, mit der trainiert wird, an. Dabei genügen bereits 15-minütige Trainingseinheiten dreimal pro Woche, um langfristig Rückenproblemen vorzubeugen.

Diese Übungen lernst du in einer Rückenschule

Es lohnt sich, jeden Tag auf eine rückenfreundliche Haltung zu achten. Mit einigen einfachen Haltungskorrekturen sorgst du dafür, dass keine Rückenschmerzen entstehen. Rückenfreundlich heben bedeutet, zum Anheben schwerer Einkaufstüten oder Getränkekasten in die Hocke zu gehen und den Rücken dabei gerade zu halten. Benutze immer beide Hände, wenn du schwere Lasten heben willst und trage die Gegenstände möglichst nahe am Körper.

Wenn du merkst, dass die Last für dich allein zu schwer ist, solltest du Unterstützung in Anspruch nehmen. Damit schonst du deinen Rücken und vermeidest Rückenschmerzen. Die richtige ergonomische Ausstattung ist für die Rückengesundheit von großer Bedeutung. Dazu gehört beispielsweise eine bequeme Matratze, damit sich deine Rückenmuskulatur erholen und entspannen kann. Eine spezielle Matratze ist dafür meist nicht notwendig. Besonders rückenfreundlich ist eine seitliche Schlafposition, bei der die natürliche Form der Wirbelsäule unterstützt wird.

Wenn du jeden Tag am Schreibtisch sitzt, kannst du verkrampfte Rückenmuskeln durch regelmäßige Haltungsänderungen entspannen. Ein Bürostuhl sollte eine gerade oder leicht nach vor geneigte Sitzfläche besitzen, während die Rückenlehne leicht nach hinten geneigt ist. Übergewicht und Bewegungsmangel wirken sich negativ auf die Rückengesundheit aus. In der Rückenschule erfährst du deshalb, welche Sportarten geeignet sind, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Übergewicht kannst du abbauen, indem du deine Ernährung umstellst und regelmäßig Sport und Bewegung in deinen Alltag einbaust.

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