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Übungen gegen Rueckenschmerzen

Akute Rückenschmerzen und ihre Folgen

Wer mit akuten Rückenschmerzen kämpft, hat oftmals große Schwierigkeiten, sich auf etwas anderes zu konzentrieren und muss daher aus dem Alltag komplett aussteigen. Oft wird man nur durch starke Schmerzmittel wieder fähig, am normalen Alltag teilzunehmen und hat ständig Angst davor, dass die Schmerzmittel nachlassen und der Schmerz zurückkehrt. Hinzu kommt eine zermürbende Bewegungsunfähigkeit, eine automatische Schonhaltung und dadurch noch mehr bzw. langfristige Verspannungen.

Hilfe gegen akute Rückenschmerzen

Das Schlimmste an akuten Schmerzen im Rücken ist das Gefühl, diesen ausgeliefert zu sein. Bei akuten Schmerzen können aber einige einfache Übungen helfen, diesen zu lindern und damit selbst aktiv dagegen vorgehen zu können. Zusätzlich sollte man sich schonen und einen Tag Pause und Ruhe gönnen.

  1. Übung zur Entlastung
    Auf die Fersen setzen und Kopf und Schultern nach vorne durchhängen lassen. Den Bauch einziehen und langsam den Oberkörper auf den Oberschenkeln ablegen. Die Stirn sollten den Boden berühren. Nacken und Arme sind ganz entspannt. Diese Position so lange halten, wie sie gut tut, um akute Rückenschmerzen zu entlasten.
  2. Übung zur schnellen Erleichterung
    Auf dem Rücken liegen und die Beine angewinkelt auf einem Stuhl oder dem Sofa ablegen. Kopf, Schultern und Arme vorsichtig leicht anheben und die Arme neben den Beinen in Richtung der Füße schieben. Die Handrücken sind dabei oben und die Handflächen zeigen zum Boden. Kurz ablegen und entspannen. Einige Male wiederholen.
  3. Verspannungen lösen 1
    In den Vierfüßlerstand gehen (bei durchgestreckten Armen auf Händen und Knien) und den Rücken nach oben wie einen Katzenbuckel durchstecken. Dabei den Kopf ebenfalls nach unten drücken, den Nacken strecken und tief einatmen. Beim Ausatmen ins Hohlkreuz gehen und dabei das Gesicht zur Decke heben. Den Ablauf mindestens 10x wiederholen.
  4. Verspannungen lösen 2
    In der Bauchlage den Körper lang ausstrecken und die Stirn auf die Hände ablegen, die vor dem Gesicht aufeinander gelegt werden. Beim Einatmen das rechte Bein gestreckt vom Boden abheben, für 10 Sekunden in der Luft halten und langsam wieder ablegen. Dabei den Unterleib auf den Boden drücken. Dann die Übung mit dem linken Bein durchführen. Abwechselnd je 5x wiederholen.
  5. Entspannungsübung
    Auf dem Boden sitzend die Beine leicht angewinkelt nach vorne strecken. Den Oberkörper nach vorne drücken und mit den Armen zwischen den Beinen hindurch greifen, um die Fersen zu umfassen. Den Oberkörper so weit wie möglich zusammen rollen und das Kinn auf die Brust legen. Ruhig atmen und ca. 20 Sekunden halten, dann langsam wieder aufrollen.

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Rückenschmerzen: Welcher Arzt hilft

Akute Rückenschmerzen sollten schnell behandelt werden, damit sie sich nicht chronifizieren. Wird mit Hausmitteln keine Besserung erzielt, muss der Arzt aufgesucht werden. Nachfolgend werden die richtigen Ansprechpartner erläutert.

Hausarzt aufsuchen, wenn Ursachen unbekannt sind

Der Laie kann nur selten einschätzen, woher seine Rückenschmerzen stammen und welches Ausmaß die Erkrankung einnimmt. Deshalb kann es nie schaden, als ersten Ansprechpartner den Hausarzt zu wählen. Er nimmt umfassende Untersuchungen vor, um die richtige Diagnose zu stellen. Einige Erkrankungen des Rückens behandelt er selbst, beispielsweise verschreibt er gegen Nierenschmerzen, die durch eine Erkältung ausgelöst wurden, wirksame Medikamente. Bei einer vermuteten Nierenbeckenentzündung überweist er den Patienten zum Urologen. Kann er davon ausgehen, dass für die Schmerzen im Rücken verspannte Muskeln verantwortlich sind, rät er zur körperlichen Aktivität und schickt den Betroffenen eventuell zum Physiotherapeuten. Für die Therapie von stärkeren oder länger anhaltenden Rückenbeschwerden sollte allerdings immer der Orthopäde hinzugezogen werden.

Orthopäde als Spezialist für die Wirbelsäule

In den meisten Fällen ist der Orthopäde bei Rückenbeschwerden der richtige Ansprechpartner. Durch das Abtasten des Rückens auf Verspannungen und Fehlstellungen des Bewegungsapparats sowie mithilfe bildgebender Verfahren lokalisiert der Orthopäde den Auslöser für die Rückenschmerzen und leitet die erforderlichen Behandlungen ein. Nur selten muss der Patient operiert werden, zum Beispiel um hochgradige Bandscheibenvorfälle zu beseitigen oder für die Rückenbeschwerden ursächliche Fehlstellungen zu korrigieren. Dann leitet er den Patienten an den Wirbelsäulen-Chirurgen weiter.

Nach Operationen am Rücken oft Reha-Maßnahmen erforderlich

Wer am Rücken operiert wurde, nimmt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt häufig an einer Reha-Maßnahme teil. Sie wird in sogenannten Reha-Kliniken durchgeführt. Das sind stationäre oder ambulante Einrichtungen, die sich darauf spezialisiert haben, die Patienten nach bestimmten Erkrankungen wieder fit für den Alltag zu machen und deren Lebensqualität zu erhöhen. In der Reha-Klinik arbeiten verschiedene Fachärzte mit Physio- und Ergotherapeuten sowie mit ausgebildeten Fitnesstrainern und Sportärzten zusammen. Jede Reha-Maßnahme wird individuell durchgeführt.

Sportarzt ist auch für Freizeitsportler Ansprechpartner

Manchmal treten Rückenschmerzen nach dem sportlichen Freizeit-Training auf. Beispielsweise können zu hoch aufgelegte Gewichte, falsche Bewegungsabläufe oder ein zu häufiges beziehungsweise zu intensives Training schuld an Rückenbeschwerden sein. In diesen Fällen ist der Sportarzt der richtige Ansprechpartner. Um den Betroffenen effektiv zu helfen, damit sie in ihr Training wieder einsteigen können, hat der Sportarzt nicht selten Zusatzqualifikationen erworben. Unter anderem kann er als Facharzt für manuelle und Schmerztherapie ausgebildet sein. Oder er ist gleichzeitig Osteopath beziehungsweise Chiropraktiker. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen seine Leistungen nur teilweise.

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Rückenschmerzen durch falsche Schlafposition

Rückenschmerzen nach dem Schlaf: Ursachen

Einer Umfrage zufolge hatten circa 74 bis 85 Prozent der Befragten bereits einmal Rückenschmerzen. Der Auslöser für Rückenschmerzen ist häufig der nächtliche Schlaf. Doch was sind die Ursachen für Rückenschmerzen nach dem Schlaf? Als Ursache kommen meistens die Auswahl des falschen Kissens und/oder die falsche Matratze in Betracht. Es ist wichtig, dass jeder Betroffene sein Bettzeug individuell auf seine Bedürfnisse anpasst. Aber auch die Liegeposition spielt eine entscheidende Rolle. Betroffene, die in einer ungeeigneten Position nächtigen, leiden ebenfalls häufig an Rückenschmerzen nach dem Schlafen. Auch eine zu hohe körperliche Belastung kann Rückenschmerzen als Folge nach sich ziehen.

Rückenschmerzen – falsche Schlafposition

Viele Menschen verbringen ihre Nacht in der sogenannten Embryostellung. Das heißt sie liegen auf der Seite und haben ihre Beine angewinkelt. So gesehen führen diese die Sitzposition, die am Tag häufig ausgeführt wird, in der Nacht fort. Diese Schlafposition ist sehr problematisch für unseren Rücken, zumindest dann, wenn sie auf Dauer ausgeübt wird. Das Problem bei dieser Schlafposition liegt darin, dass einige unserer Muskeln gedehnt und andere wiederum zusammengezogen werden. Genaugenommen sind die Faszien und Muskeln im vorderen Rumpfbereich zusammengezogen. Durch diese ungünstige Liegeposition werden diese genannten Muskeln unnachgiebiger. Wenn Betroffene dann aufstehen, sind diese Muskeln nicht mehr in der Lage, sich richtig zu dehnen, wodurch eine Spannung entsteht. Diese Spannung wiederum müssen die hinteren Muskeln unseres Körpers durch Gegenspannung ausgleichen. Somit herrscht hinten und vorne eine Zugkraft. Durch diese Zugkraft werden die Gelenke und Bandscheiben aufeinander gepresst, was starke Rückenschmerzen nach dem Schlaf, Verkrümmungen und sogar Bandscheibenvorfälle zur Folge haben kann. Betroffene sollten deshalb die Embryostellung vermeiden und besser in die Rückenlage wechseln.

Rückenschmerzen – Wenn der Tag die Ursache ist

Auch der Tag kann die Ursache für Rückenschmerzen nach dem Aufstehen sein. Wenn Sie zum Beispiel am Tag einer sehr extremen körperlichen Belastung ausgesetzt sind (zum Beispiel durch Sitzen am PC oder einseitige Belastungen), kann der Körper ebenfalls mit Rückenschmerzen reagieren. Auch nach einer sehr erholsamen Nacht kann es dann vorkommen, dass sie am nächsten Tag dennoch unter Rückenschmerzen leiden.

Wie falsches Raumklima Rückenschmerzen begünstigt

Viele mögen es nicht glauben, aber auch die falsche Raumtemperatur beim Schlafen kann Rückenschmerzen verursachen. Die optimale Zimmertemperatur für das Schlafzimmer sollte zwischen 16 Grad bis 18 Grad liegen. Betroffene sollten darauf achten, dass die Temperatur nicht unter diesen Werten liegt, da bei kalter Luft die Feuchtigkeit schneller verdunstet, was zur Folge hat, dass das Klima im Raum feucht-kalt wird. Diese feuchte Kälte führt ebenso zu Rückenschmerzen.

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Chronische Rückenschmerzen richtig behandeln

Chronische Rückenschmerzen beseitigen

Chronische Rückenschmerzen, welche auch als Lumbalgien bezeichnet werden, zählen in Europa zu den häufigsten Erkrankungen ihrer Einwohner. Mehr als die Hälfte dieser leiden unter Rückenschmerzen. Menschen jedes Alters sind davon betroffen. Die Ursachen, die im unteren Rücken chronische Schmerzzustände verursachen sind vielfältig. Rückenschmerzen können bei akuten Ereignissen, wie der Überanstrengung oder einer falschen Bewegung, hervorgerufen werden, die zu dem sogenannten Hexenschuss führen. Betroffene sind in der Regel schnell schmerzfrei, wenn akute Schmerzen, die im Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten, gezielt behandelt werden.

Fehlhaltungen, Bewegungsmangel, Stress und Überlastungen, die bei schweren körperlichen Tätigkeiten auftreten, aber auch Verletzungen der Muskulatur, die nicht ausgeheilt wurden oder ein Bandscheibenvorfall können in der Lendenwirbelsäulenregion chronische Schmerzen hervorrufen. Die meisten dieser Rückenschmerzen entwickeln sich nach einem Hexenschuss. Beim Hexenschuss schießt plötzlicher und heftiger stechender Schmerz in die Wirbelsäule, der sich bis zu den Beinen ausstrecken kann. Auch können Lähmungen oder Taubheitsgefühle in den Beinen auftreten. Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage sich aus der Position, in der sie sich befinden aufzurichten, weil die Muskulatur der Lendenwirbelsäule krampfhaft verspannt ist. Der dabei auftretende Schmerz verstärkt wiederum die Verspannung, was sich im unteren Rücken mit der Zeit zu einem chronischen Schmerzzustand entwickelt.

Rückenschmerzen beseitigen

Ein Mediziner spricht dann von Schmerzzuständen, wenn diese in einem Zeitraum auftreten, die mehr als zwölf Wochen anhalten. Diese chronischen Schmerzzustände entwickeln sich oft in ein eigenständiges Krankheitsbild. Der Begriff des Schmerzgedächtnisses wird häufig in Zusammenhang verwendet. Unabhängig der Ursachen verselbstständigt sich der Schmerz. Der Rückenschmerz bleibt unabhängig seiner Ursachen bestehen und ist ein täglicher Begleiter betroffener Personen, die ihre Rückenschmerzen beseitigen wollen, was ihre Psyche stark belastet und damit ihre Lebensqualität erheblich einschränkt. Es ist daher wichtig, dass Betroffene bei einmaligen oder akut auftretenden Rückenschmerzen einen Termin mit einem Arzt vereinbaren sollten, um mit einer Therapie zu beginnen.

Sind Rückenschmerzen stark ausgeprägt oder treten häufiger auf, sollte eine ärztliche Untersuchung in Betracht gezogen werden, um nicht nur herauszufinden, was die Ursache ist, als auch die Schmerzen zu lindern. Patienten, die Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle in ihren Beinen haben, sollten schnellstens einen Facharzt aufsuchen.

Die Diagnose chronischer Rückenschmerzen

Um bei der Lendenwirbelsäule Ursachen von chronischen Schmerzzuständen (Lumbalgie) herauszufinden, finden verschiedene Diagnosemethoden ihren Einsatz. Bei der Diagnosestellung findet am Anfang ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt statt, in welchem die Beschwerden besprochen werden. Es kommt danach zu körperlichen Untersuchung des Patienten. Abhängig von der Dauer und der Dauer der Rückenschmerzen kommen Methoden eines bildgebenden Verfahrens, wie Röntgen, Ultraschall, CT, MRT oder Untersuchungen in einem Labor zum Einsatz.

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