Wärmepflaster - wirksam bei Gelenk- und Muskelschmerzen

Wärmepflaster werden zur Linderung bei Nackenbeschwerden und Rückenschmerzen verwendet. Die Wärme-spendenden Pflaster sind zur Behandlung von Muskel- und Gelenkbeschwerden geeignet. Anwendung finden Wärmepflaster vor allem bei Rückenleiden.

Permanente Wärmezufuhr und Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis tragen zur raschen Schmerzlinderung bei. Obwohl es die heilenden Pflaster in zahlreichen verschiedenen Varianten gibt, unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Wirkung nicht wesentlich voneinander.

Rasche Schmerzlinderung durch Wärmepflaster

Wirbelsäule GrafikRückenschmerzen gehören zu den Volksleiden, von denen viele Menschen regelmäßig betroffen sind. Als lokale Schmerztherapie sind Wärmepflaster, die es rezeptfrei in Apotheken und Drogeriemärkten gibt, gut geeignet, um rasch für Linderung zu sorgen. Die wärmenden Pflaster sind spezielle Heftpflaster, die vor allem zur Schmerzlinderung bei Rückenleiden im muskulären Bereich wie Muskelbeschwerden, Verspannungen, Hexenschuss, Ischiasbeschwerden und bei rheumatischen Erkrankungen verwendet werden.

Wärmepflaster zeichnen sich durch ihre effektive und langanhaltende Wirkung gegen Schmerzen aus. Die Pflaster sind leicht anzuwenden, denn sie werden einfach auf die schmerzenden Stellen geklebt. Abhängig vom Hersteller, klebst du das Wärmepflaster bei Bedarf entweder unmittelbar auf die Haut, auf ein Unterhemd oder T-Shirt. Die meisten Pflaster geben ihre Wärme für einen Zeitraum von rund 12 Stunden ab. Beim Kauf von Wärmepflastern solltest du berücksichtigen, dass unterschiedliche Anbieter auch verschiedene Wirkstoffe für ihre Pflaster verwenden. Die ersten Wärmepflaster wurden bereits im Jahr 1928 hergestellt.

Schon damals nutzte man die Substanzen Arnika, Belladonna und Capsaicin und nannte das Heftpflaster bezugnehmend auf die Anfangsbuchstaben der Heilkräuter auch ABC-Pflaster. Heute werden vor allem Wärmepflaster mit Capsaicin, einem Pfefferextrakt, verwendet. Durch seine Schärfe reizt dieser Inhaltsstoff die Haut, sodass sich die Gefäße erweitern und ein Wärmegefühl entsteht.

Wärmepflaster mit Capsaicin - schmerzfrei mit dem Wirkstoff des Cayennepfeffers

Die Substanz Capsaicin wird aus den getrockneten Früchten des Cayennepfeffers gewonnen. Bei der Wärmeanwendung werden die Rezeptoren der Haut, die für das Schmerz- und Wärmeempfinden verantwortlich sind, stimuliert. Dieser Effekt zeigt sich durch eine offensichtliche Rötung der Haut. Sobald die betroffenen Hautregionen besser durchblutet werden, lässt das Schmerzempfinden nach.

Durch die verbesserte Durchblutung wird auch die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr erhöht und der Heilungsprozess unterstützt. Neben den Wärmepflastern mit Capsaicin gibt es auch Pflaster, die Aktivkohle und Eisen als Wirkstoffe nutzen. Beim Auflegen dieser Wärmepflaster wird eine chemische Reaktion mit Sauerstoff ausgelöst, sodass Wärme erzeugt wird.

Cayenne Pfeffer mahlenAbhängig vom ausgewählten Produkt kann ein Wärmepflaster bis zu 48 Stunden auf der Haut verbleiben, bevor das Pflaster seine Heilwirkung verliert. Wenn du ein Wärmepflaster verwendest, solltest du auf weitere Wärmezufuhr durch Heizkissen, Rotlicht oder Kompression verzichten, um die Haut nicht zu sehr zu reizen und Hautschädigungen zu vermeiden.

Nach dem Entfernen eines Wärmepflasters darf erst frühestens zwölf Stunden später das nächste Pflaster aufgelegt werden. Die Haut benötigt diese Zeit, um sich zu regenerieren. Außerdem solltest du ein Wärmepflaster niemals auf eine offene Wunde auflegen oder mit Schleimhäuten in Berührung bringen. Dadurch können schwerwiegende Entzündungen entstehen.

Haben Wärmepflaster auch Nebenwirkungen?

Wärmepflaster gehören zu den Medizinprodukten und sind als Arzneimittel zugelassen. Die wärmenden Gesundheitspflaster regen die Wärmeproduktion der Haut an. Dabei kann es vorkommen, dass die Haut sehr gereizt wird und anfängt, unangenehm zu brennen. Auch Hautrötungen sind bei Behandlungen mit dem Wärmepflaster möglich. Da die wärmenden Pflaster auch Wollwachs enthalten, kann es bei entsprechender Sensibilisierung zu Kontaktallergien kommen.

Bei der Verwendung eines Wärmepflasters mit den Wirkstoffen Eisenpulver und Aktivkohle besteht bei falscher Anwendung das Risiko, dass es zu Verbrennungen, Hautrötungen und Blasenbildung kommt. Deshalb solltest du dir vor dem Auflegen des Wärmepflasters die Empfehlungen des Herstellers genau durchlesen und das Gesundheitspflaster niemals zu lange auf der Haut lassen.

Wärmepflaster - eine natürliche Lösung zur Schmerzlinderung

Wärmepflaster haben sich als natürliche Alternative gegenüber anderen Methoden der Schmerzlinderung bewährt. Bei richtiger Anwendung verschwinden die Schmerzen schon nach kurzer Zeit. Falls du jedoch keine Besserung feststellst, solltest du einen Facharzt aufsuchen. Obwohl durch die Verwendung eines Wärmepflasters in den meisten Fällen aufwendige Untersuchungen und Behandlungen vermieden werden können, sind die Gesundheitspflaster bei ernsthaften Beschwerden nicht geeignet.

Über die jeweiligen Inhaltsstoffe des Wärmepflasters kannst du dich anhand der Packungsbeilage informieren. Mit allergischen Reaktionen oder schwerwiegenden Nebenwirkungen muss bei vorschriftsmäßiger Anwendung nicht gerechnet werden. Falls du überempfindlich gegen Paprikagewächse und insbesondere gegen Capsaicin bist, ist es sinnvoll, auf die Wärmepflaster-Behandlung zu verzichten.

Bei empfindlicher oder verletzter Haut solltest du deinen Arzt fragen, ob ein Wärmepflaster die richtige Maßnahme ist. Auch bei chronischen Krankheiten wie Diabetes, Herzleiden oder rheumatoider Arthritis ist es notwendig, vor der Anwendung eines Wärmepflasters mit dem Arzt Rücksprache zu halten. Sportverletzungen, Zerrungen oder Prellungen werden nicht mit Wärme behandelt, sondern gekühlt.

Welche Alternativen zu Wärmepflastern gibt es?

Falls du Wärmepflaster nicht verträgst oder nicht anwenden möchtest, kannst du bestimmte Alternativen nutzen. Wärmeanwendungen sind meist begleitende Maßnahmen, die gegen Schmerzen wirken sollen. Bei Rückenproblemen gibt es eine ganze Reihe wirksamer Therapien, die von physiotherapeutischen Maßnahmen über Medikamente, Injektionen und speziellen Wärmebehandlungen reichen.

Durch die Wärme wird die Muskulatur entspannt, das Bindegewebe gelockert und die Durchblutung gefördert. Um diesen wohltuenden Effekt zu erreichen, kannst du anstelle eines Wärmepflasters auch die herkömmliche Wärmflasche, ein Heizkissen oder ein Kirschkernkissen verwenden. Die Bestrahlung mit einer Infrarotlampe hilft ebenfalls, die Muskulatur an der Körperoberfläche zu entspannen.

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